Selbstverständnis

Wir nehmen das i in unserem Namen ernst und wollen die verschiedenen wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren in einer beziehungsorientierten, am ganzheitlichen Menschenbild orientierten Psychotherapieausbildung integrieren. Humanistische, behaviorale und systemische Zugänge zum Erleben von Menschen schließen sich nicht aus sondern ergänzen einander. Alle drei Verfahren sind bedeutsam, um ein praxisnahes therapeutisches Vorgehen zu ermöglichen. Uns ist wichtig, dass jede*r Ausbildungskandidat*in dabei ihren*seinen eigenen Stil  entwickeln kann. Dabei geht es nicht um ein eklektisches Aneinanderreihen von Techniken, sondern um das Herausbilden einer Therapeut*innenpersönlichkeit, die den ganzen Menschen als bio-psycho-soziales Wesen erfasst. 

Wir arbeiten mit kontinuierlichen, kleinen Ausbildungsgruppen, innerhalb derer ein persönlicher Wachstums- und Entwicklungsprozess vor allem in der Selbsterfahrung aber auch in der Reflexion von Theorie und eigener therapeutischer Tätigkeit möglich ist. Deshalb gibt es - neben den verschiedenen Dozent*innen – eine*n festen Bezugsausbilder*in. Neben der Wissens- und Methodenvermittlung soll ein Fokus auf der Entwicklung einer flexiblen und differentiellen Beziehungsgestaltung im jeweiligen therapeutischen Kontext liegen. Dabei kann die eigene Person der*s Therapeut*in und die eigene Lebensgeschichte nicht unberücksichtigt bleiben. "Ausbildung" ist ein fortwährender Prozess der Auseinandersetzung. Wir sehen daher in der Ausbildung 20 Stunden Einzelselbsterfahrung und 100 Stunden Gruppenselbsterfahrung vor, auch wenn Einzelselbsterfahrung für die Ausbildung in Verhaltenstherapie nicht obligatorisch ist. Erfahrung und Rückmeldungen aus dem Bereich der Psychotherapeut*innen in Ausbildung haben gezeigt, dass der Selbsterfahrung, insbesondere der Einzelselbsterfahrung ein großes Gewicht beigemessen wird und zur Zufriedenheit in der Ausbildung wesentlich beiträgt.

Der Dozent*innenkreis der Akademie setzt sich aus Psycholog*innen, Pädagog*innen, Ärztinnen*Ärzten, aller psychotherapeutischen Verfahren und Vertretern von Berufen zusammen, die zur Professionalisierung der Berufsausübung beitragen können.